Damals und Heute

Das Bauernhaus Ehrli stellt einen späten, qualitätvollen Zeugen unserer Bauernhauskultur dar. Das stark dem Klassizismus verpflichtete Hauptgebäude ist durch einen Verbindungsgang mit dem Trottengebäude verbunden, was für den Raum Arth durchaus üblich ist. Nicht nur das Äussere, sondern auch das Innere hat die Zeit seit der Erbauung in seinen wesentlichen Teilen unverändert überdauert. Teile der bis ins Jahr 2000 als Mosterei und Brennerei genutzten Trotte wurden Ende 17. Jahrhundert erbaut. Somit gehört dieses Gebäude zu den älteren noch erhaltenen Gebäuden der Region. Seit dem Jahre 2004 beherbergt die "Alte Mosterei" den Nachlass des Bildhauers und Kulturpreisträgers Josef Rickenbacher und wird immer häufiger für kulturelle und gesellige Anlässe genutzt. Der gesamte Gebäudekomplex steht unter Schutz (Inventar geschützter und schützenswerter Bauten des Kanton Schwyz). 

 

Die Erbauungszeit des Hauptgebäudes ist in einer einmaligen Bauinschrift am oberen Ende des Treppenhauses festgehalten: «Das hus ist Erbuet worden/1830 Jahr von mier/Jörg Carli bürgi Kirchenvogt/bätte Gott für mich/die das haus bewont nach mir». An die markante seeseitige Massivmauer schliesst ein Strickbau an. Dieser ist vollständig verschindelt. Das Strickwerk zeigt kaum Abnützungsspuren, so dass angenommen werden muss, dass der Schindelmantel von Anfang an existierte. Die Dach- und Klebedachuntersichten sind kassettiert. Die Befensterung ist grosszügig und symmetrisch angeordnet. Die Fenster im gemauerten Teil besitzen Traubengitter, diejenigen am Holzteil sind mit Jalousieläden mit beweglichen Brittchen versehen. Das Äussere wurde 1992 einer sorgfältigen Pflege unterzogen. Ersetzt werden musste vor allem der Schindelschirm. Die Dachuntersicht sowie die hölzernen Eckkästen wurden ergänzt. Die massiven Mauerteile erhielten einen neuen Kalkverputz. Die qualitätsvollen Räume im ersten Obergeschoss mit Täfern, Decken, Buffets und Parkettböden aus der Biedermeierzeit wurden nicht ausgebaut, sondern an Ort und Stelle restauriert und aufpoliert.

 

Die Trotte wurde im Jahre 2004 restauriert, um Raum zu schaffen für die Bronzeplastiken des Künstlers Josef Rickenbacher. Die Kunstwerke finden sich in den oberen zwei Stockwerken der "Alten Mosterei". Im Erdgeschoss können wir unsere Gäste dank der Zusammenarbeit mit verschiedenen Caterern auch kulinarisch verwöhnen. Wir garantieren den Gästen ein einmaliges Erlebnis in den Räumen der "Moschti".